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Studie: Wachstumsinitiative könnte Wirtschaft um zusätzlich 0,4 Prozent ankurbeln
Die Wachstumsinitiative der Bundesregierung könnte der Wirtschaft Berechnungen eines Wirtschaftsverbandes zufolge einen deutlichen Schub geben. "Insgesamt kann das Paket bei konsequenter Umsetzung im kommenden Jahr zu zusätzlicher Wirtschaftsleistung von rund 0,4 Prozent führen", erklärte der Verband forschender Arzneimittelhersteller (VFA) am Mittwoch in Berlin. Besonders großer Nutzen sei durch den Abbau des Fachkräftemangels zu erwarten.
Die Wachstumsinitiative besteht aus 49 Punkten, mit der die Bundesregierung der Wirtschaft "schnell zusätzliche Impulse" für eine neue Dynamik liefern will. Die Ampel-Koalition greife damit "drängende Probleme der deutschen Wirtschaft auf", erklärte der VFA. Für das Jahr 2028 sei der Auswertung des Verbandes zufolge eine zusätzliche Wirtschaftsleistung von 0,8 Prozent durch das Paket möglich.
"Den wichtigsten Beitrag für den Schub leisten die Maßnahmen zur Verbesserung des Arbeitsangebots, denn der Fachkräftemangel wird immer mehr zur Belastung für die Unternehmen", erklärte Claus Michelsen, Chefvolkswirt des VFA. Die Wachstumsinitiative sieht etwa finanzielle Anreize für Überstunden, eine bessere Betreuung für Kinder und eine Neuregelung der Steuerklassen vor.
"All dies könnte in deutlich mehr Beschäftigte münden", erklärte Michelsen. Bereits kommendes Jahr seien 100.000 zusätzliche Beschäftigungsverhältnisse möglich. Vor allem durch mehr Arbeitskräfte aus dem Ausland.
Der wirtschaftspolitische Sprecher der FDP-Fraktion im Bundestag, Reinhard Houben, wertete das Ergebnis der Studie als Erfolg der Koalition. "Allen Unkenrufen zum Trotz wird das Wachstumspaket der Ampel-Koalition mehr bringen als gedacht", sagte er der Nachrichtenagentur AFP. Damit die "Wirtschaftswende" gelinge, sei es nun nötig, die Maßnahmen zügig umzusetzen. Die unionsgeführten Bundesländer "dürfen nicht wie beim Wachstumschancengesetz wieder auf der Bremse stehen", forderte Houben.
Forschende des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) der Düsseldorfer Hans-Böckler-Stiftung hatten Mitte August speziell die Anreize für Überstunden kritisiert. Dies könne die Ausweitung der Erwerbsarbeitszeit Fehlzeiten erhöhen, gesundheitliche Probleme verstärken und die Vereinbarkeit von Familie und Beruf weiter einschränken.
A.Jones--AMWN